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Fischerei im Winter

Eine Pause, die keine ist – Fischerei im Winter

Seit drei Wochen ist er wieder draußen und fischt mit seinen zwei Matrosen René und Michael an der ostfriesischen Küste. Tom Caspers (34) hat die Winterpause hinter sich und die Saison vor sich. Was lag an im Winter? Und wie sieht der Tag eines Fischers eigentlich aus, wenn die kalte Jahreszeit ihn zum geregelten Leben an Land zwingt? Wir erreichen ihn mitten im Fang, an Bord seines Schiffes Gerda-Bianka (30).

Siebstellenleiter - ein seltener Beruf

Die Krabbe auf Landgang – Siebstellenleiter Heiko Jonas bringt den Fang auf Tour

Vor acht Jahren wusste Heiko Jonas nicht einmal, dass es Krabben gibt. Heute leitet er die Siebstelle der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer (EzDK) in Büsum. Der gebürtige Rüganer zog aus familiären Gründen nach Büsum und begann bei der Heiploeg Gruppe als Kraftfahrer. Der Job brachte ihn zur Krabbe: „Erst dann bin ich auf die Tiere aufmerksam geworden“. Das war 2008, als die Siebstellen noch fest in den Händen der Holländer waren. Seit 2010 ist er Chef der insgesamt 14 Mitarbeiter. Als die EzDK die Siebstellen in Büsum, Cuxhaven und Neuharlingersiel 2013 kaufte, übernahm sie alle Aufgaben und das gesamte Personal. Heiko Jonas und die Krabbe – eine noch junge Verbindung, die lebenslanges Potenzial hat. Die Arbeit ist alles andere als normal und deshalb sind auch alle Mitarbeiter besonders. „Das muss man sein, wenn man in dieser Branche arbeitet, denn die wahren Chefs heißen Wetter und Wasser“, sagt der 48-jährige. Tatsache ist, dass die Natur den Rhythmus der Tage bestimmt. 

Beschränkung der Fischerei in den Meeresnaturschutzgebieten der AWZ

Ran an die Fanggründe?

Die Medien haben ungewöhnlich ausführlich über die gemeinsamen Empfehlungen des Bundeslandwirtschafts- und des Bundesumweltministeriums zur Beschränkung der Fischerei in den Meeresnaturschutzgebieten der AWZ berichtet. Kein überraschender Paukenschlag, denn die Fischereiverbände bringen seit Jahren ihre Forschungsergebnisse und Argumente in die Diskussion ein, sie verteidigen ihre Position gegenüber den Entscheidern. Und dennoch: Der Eingriff in die Fischereigründe wäre ein Präzedenzfall, der Tür und Tor für weitere Beschränkungen öffnen könnte. Ob der deutsche Vorstoß die EU-Instanzen übersteht, bleibt abzuwarten. Im Sommer muss die „Scheveningen Gruppe“, in der alle Anrainerstaaten ihre Meinung vertreten, den Kompromiss finden und die Entscheidung treffen. Wir erwarten diese Abstimmung mit Spannung und sind durchaus bereit, unsere Nutzungsrechte einzuklagen.

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